Freundschaften

Freunde – jeder hat sie. Manche haben viele verschieden Freunde und andere haben nur wenige Freunde. Aber jeder hat enge Freunde und beste Freunde. Aber sind die Leute, die viele Freunde haben wirklich glücklicher als diejenigen, die weniger Freunde haben? Ich glaube nicht.

Ich musste jedoch letztes Jahr lernen, dass manche Freunde nicht für immer bleiben. Sie begleiten dich nur für ein Stück deines Lebens. Irgendwann lebt man sich auseinander, man passt irgendwie nicht mehr so gut zusammen wie früher. Diese Erkenntnis ist schmerzhaft, aber so etwas wird jeder mindestens einmal in seinem Leben erleben. Allerdings bedeutet das bloß, dass sich jede Person weiter entwickelt hat, sich selbst vielleicht ein Stückchen mehr gefunden hat. Und das ist ja an sich etwas Gutes. Jedoch passiert es dabei, dass sich Menschen auseinander leben. Man darf dabei aber nicht das Negative (das Auseinanderleben) sehen, sondern voller Glück und Zufriedenheit auf die Freundschaft zurück schauen. Damals war es das Richtige, es hat gepasst. Und nur weil es jetzt nicht mehr passt, sollte man nicht die ganze Freundschaft schlecht reden und sich darüber ärgern, dass man so viel Zeit mit diesen Menschen “vergeudet” hat. So ist es nämlich gar nicht. Man hatte ja früher doch Spaß, hat wertvolle Erinnerungen gesammelt und für sein Leben gelernt. Das ist niemals falsch. Und manche Freunde sind einfach nur dafür da, dass sie dich auf einem deiner vielen Lebensabschnitte begleiten.

Menschen kommen niemals ohne Grund in dein Leben. Manche Menschen treten in dein Leben wie ein Segen, andere wie eine Lektion.

Wahre Freunde aber braucht jeder. Sie bereichern dich, bringen Freude und Glück in dein Leben, geben dir jeden Tag einen Grund zum Lachen, sind immer für dich da, unterstützen dich und stehen immer hinter dir. Sie reden nicht schlecht über dich hinter deinem Rücken, sie verurteilen dich nicht für Fehler, die du getan hast und sie sagen dir ins Gesicht, wenn sie etwas an dir stört. Solche Freunde braucht jeder. Manche haben das Glück und haben diese Menschen schon von klein auf an ihrer Seite und andere lernen diese Menschen erst später in ihrem Leben kennen. Aber jeder hat wahre Freunde. Und diese sind unbezahlbar.

Ich stehe jetzt kurz vor meinem Abschluss und frage mich, wie es danach wohl weiter gehen wird in Sachen Freundschaften. Mit manchen Leuten ist man ja doch nur befreundet, weil man sie eh jeden Tag sieht. Doch ob die Freundschaft stark genug ist, dass man sich auch noch trifft und von einander hört, wenn man sich nicht mehr jeden Tag sieht? Wir werden es sehen. Es liegt ja auch an einem selbst, wie wichtig einem die Freundschaft ist, wie sehr einem die Person am Herzen liegt – anhand dessen entscheidet man selbst, wie der Kontakt aussehen wird. Ich hoffe jedoch sehr, dass ich mit meinen engeren Freunden noch sehr lange in Kontakt bleiben werde und ich bin sehr optimistisch, dass dies klappen wird.

Wie war das bei euch nach eurem Abschluss? Habt ihr noch mit vielen Leuten Kontakt?

Ich wünsche jedem noch einen wunderschönen Tag 🙂

Advertisements

4 thoughts on “Freundschaften

  1. Meine Meinung: es ist wichtiger, wenn man wenige, gute Freunde hat, statt viele Freunde, die in dem Moment, wo man sie braucht, nicht zur Stelle sind.

    Ich hatte eine beste Freundin, die ich seit dem Kindergarten kenne. Ich habe gedacht, wir sind ewig zusammen und nach der Schulzeit wird das auch so bleiben. Immerhin waren wir immer zusammen, egal, was wir gemacht haben – bis das Ende der Schulzeit kam.
    Ich habe eine Ausbildung angefangen und bin so doch nicht mit ihr in die 11. Klasse gegangen. Wohl auch durch meine fehlende Unterstützung hat sie die 11. nach einem halben Jahr geschmissen. In der Zeit haben wir uns nicht mehr oft getroffen, obwohl wir vorher echt dicke waren. Irgendwann war dann einfach nichts mehr..
    Auch mit den anderen “Freundinnen”, die ich damals hatte, habe ich keinen Kontakt mehr. Irgendwann schläft das einfach ein, weil man einfach nicht mehr denselben Tagesablauf hat. Ich habe zwar noch die eine oder andere Nummer, aber ehrlich: muss ich immer derjenige sein, der sich meldet?

    In der Ausbildung habe ich meine jetzige beste Freundin kennen gelernt und vermisse meine Kindheitsfreundin nicht ein Tag. Ich kenne sie zwar erst seit 7 Jahren, aber wir sind vollkommen gleich gepolt. Sie wohnt jetzt seit 4 Jahren in BaWü (ca. 300 Kilometer von mir weg), aber das hat unserer Freundschaft überhaupt keinen Abbruch getan.
    Bei ihr merke ich einfach, dass die Freundschaft “echt” ist, denn es ist ein gegenseitiges Geben und Nehmen.

    Mag sein, dass viele sich mit einem großen Freundeskreis sicher fühlen und glücklich rüberkommen, aber für mich sind es die einsamsten Menschen auf der Welt.

    1. Ich sehe das auch so wie du. Ich habe eine sehr ähnliche Erfahrung gemacht wie du, auch gegen Ende der 10. bzw. Anfang der 11. Nach Ende der Schulzeit lebt man sich einfach auseinander, das passiert. Ich fühle mich aber auch mit meinen jetzigen Freunden viel wohler als mit denen von früher – man entwickelt sich eben auch selbst weiter. Und wie wertvoll ist es bitte, wenn man ein bis zwei Freunde hat, die immer für einen da sind? Das möchte ich nie weggeben müssen.
      Vielen Dank für deinen langen Kommentar 🙂

  2. Der ist irgendwie so lang geworden 🙈 Dabei hab ich mich schon voll zurückgehalten 😊

    Aber das mit dem weiterentwickeln ist ein wichtiger Aspekt! Deswegen gehen ja nicht nur Freundschaften, sondern auch Beziehungen zu Bruch

Leave a Reply

Fill in your details below or click an icon to log in:

WordPress.com Logo

You are commenting using your WordPress.com account. Log Out / Change )

Twitter picture

You are commenting using your Twitter account. Log Out / Change )

Facebook photo

You are commenting using your Facebook account. Log Out / Change )

Google+ photo

You are commenting using your Google+ account. Log Out / Change )

Connecting to %s